Shinkage-Ryu

i320Shinkage-Ryu (新 阴 流) Bedeutet „neue Schatten-Schule“ und ist eine traditionelle Schule (koryū) der japanischen Kampfkünste. Gegründet von Kamiizumi Ise-no-Kami Nobutsuna (上 泉 伊 势 守 信 纲, 1508-1578) in der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts. Die Shinkage-Ryu ist vor allem eine Schule der Schwertkunst (Kenjutsu und iaijutsu) und ist eine Synthese aus Nobutsuna’s Studien in den Schulen der Tenshin Shoden Katori Shintō-Ryu, der Nen-Ryu und der Kage-Ryu (Aizu).

Geschichte

Bis zum 16. Jahrhundert waren die Kampftechniken Japans ausgerichtet auf die Wirksamkeit und Anwendbarkeit auf dem Schlachtfeld. Zu der Zeit des Gründers der Shinkage-Ryu, Kamiizumi Nobutsuna, wurde die Überlegenheit einer Schule jedoch bereits durch die Erfolge bei Duellen bestimmt. Die Grundstellung (Kamae) waren sehr verschieden und der Schutz des Körpers war sehr gering. Die Idee des Gewinnens um jeden Preis war tief in den Lehren der Schulen, die zu dieser Zeit existierten, verwurzelt. Primäre philosophische und strategische Konzepte enthielten z.B. das „Schwert, das nur einmal tötet“ (一 殺 の 太刀 issatsu no tachi) oder dem „Schwert des einen Schnitt“ (一の太刀 ichi no tachi). yagyu_shinkage_ryu
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Doch mit neuen Elementen der modernen Kriegsführung, z.B. Schusswaffen, reichten diese traditionellen Techniken nicht mehr aus. Als Ergebnis der Verwendung dieser neuen Technologien wurde Kamiizumi angetrieben Änderungen vorzunehmen bei den Techniken der Schwertführung. Er änderte die Grundhaltungen (gestreckte Körperhaltung) ein wenig, änderte die Art und Weise das Schwert zu halten und er verkürzte die Länge der Klinge des Schwertes.

Am wichtigsten war vielleicht dass er eine neue Methode des Unterrichts erfand, um das Studium und die Praxis des Schwertes einfacher zu machen. Vor  Kamiizumi, übten Schwertkämpfer ihre Kunst entweder mit einem sehr harten Holzschwert (Bokken) oder einer Stahlklinge mit abgestumpfter Schneide. Deswegen mussten Schwertkämpfer ihre Schläge während des Trainings stoppen, wenn sie nicht sich selbst oder ihre Schüler oder Partner verletzen wollten. Kamiizumi entwickelte ein neues Übungsschwert aus Bambus, dass zwei-bis 16-mal an einem Ende aufgespalten wurde und von einer lackierten Lederhülle bedeckt wurde. Er nannte diese Erfindung ein hikihada Shinai.
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Kamiizumi fing an seine Methoden der Kampfkunst zu überarbeiten um den Veränderungen in den Kriegen seiner Zeit Rechnung zu tragen und begann unter anderem die Nutzung von leichten Rüstungen während der Ausbildung zu befürworten. Das Wesen des Krieges wurde transformiert und da es notwendig wurde sich schneller als zuvor zu bewegen , perfektioniert Nobutsuna eine Art von Schwert „freier“ Bewegung, spärlichere und zurückhaltendere Bewegungen, mehr Schlägereien und Duellen angepasst als auf grosse Schlachten ausgerichtet.

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Da Kamiizumi keine Kinder hallte überliess er sein ganzes Vermögen und seine Schule seinem Schüler Yagyū Sekishusai Muneyoshi (柳生 石 舟 斎 宗 厳 1529 bis 1606). So wurde im Jahre 1566 Muneyoshi der zweite Schulleiter (Soke) der Shinkage-Ryu und später gründete er seine eigene Schule, die Yagyū Shinkage-Ryu. Er war ein bemerkenswerter Schwertkämpfer und wurde der Fechtlehrer des 15. und letzten Ashikaga Shogun, Ashikaga Yoshiaki (足 利 义 昭, 1537-1597). Nachdem Muneyoshi dem zweiten Tokugawa Shogun, Tokugawa Hidetada (徳 川 秀 忠, 1579-1632), eine Demonstration seiner Technik zeigte die er selber entwickelt hatte, bei der er mit blossen Händen eine Klinge „fieng“ (Muto-dori), wurde die Familie Yagyū die offiziellen Fechtlehrer der Tokugawa-Shogune.

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