Umgang mit dem Katana

Eine kleine Anleitung zum Umgang mit dem Katana. Dieser Text ist nicht abschliessend und zeigt den „alltäglichen“ Umgang, der Etikette. Der Einsatz des Katana ist ein andres, noch viel umfangreicheres, Thema.

Das Katana war mehr als nur eine Waffe der Samurai. Das Nihonto (japanische Schwert) war und ist die Manifestation der Seele des Kriegers und steht für das Engagement und die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft die mit der Mitgliedschaft in der Krieger-Klasse unabdingbar war. Das tragen eines Schwertes erforderte auch die strengen Regeln des Bushido zu befolgen und verlangte deren Einhaltung auch wenn das den Verlust des eigenen Leben beinhaltete. Respektlosigkeit gegenüber einem Schwert galt als Straftat und wurde oft sofort geahndet. Auch heute noch werde die Regeln des Bushido von vielen Kampfsportlern beachtet und gelebt. Das Katana steht auch heute noch vielen Kampfsportlern als Symbol für Selbstdisziplin und die Einhaltung des Ehrenkodex.

Tragen des Katana
Das Katana wurde auf der linken Seite getragen. Es wurde durch die Bänder der Hakama (Hosenrock) und den Obi (Gurt der unter der Hakama getragen wird) gesteckt.
Auf diese Weise kommt das Katana leicht auf die Hüfte zu liegen, was das tragen leichter und angenehmer macht. Diese Art des tragen verhindert das herumrutschen des Katana und schützt dieses somit auch vor kleinen Beschädigungen. Die Tsuka (Griff) musste jederzeit mit der rechten Hand ergriffen werden können. Das Katana wurde traditioneller weise immer links getragen. Linkshändigkeit wurde als Zeichen des Bösen oder mangelnder  Vertrauenswürdigkeit gesehen.
Das Katana wurde selten bis nie im inneren eines Hauses getragen. Beim betreten eines Hauses wurde das Katana in einen Ständer, der in der Nähe des Eingangs speziell für Besucher stand, abgelegt oder einem persönlichen Diener übergeben.
Musste ein Samurai ein Schwert lange tragen ohne das er erwarten musste es zu gebrauchen, verstaute er es in einem Stoffbeutel. Dies Stoffbeutel waren oft sehr schön verziert und wurden mit einer schönen Kordel zu gebunden.
Das Katana wurde in der linken Hand getragen. Beim Grüssen konnte es in die rechte Hand gewechselt werden. Um zu zeigen das man keine aggressive Absicht hat, wurde die Tsuka nach hinten gehalten. So war das Schwert nicht sofort zu ziehen. Die Schneide der Klinge (in der Saya) sollte dabei vom Gegenüber weg zeigen.
Sobald das Katana in einer waagrechten Position gehalten wurde sollte der Daumen immer auf der Tsuba sein, damit ein unvorhergesehenes herausrutschen der Klinge auf jeden Fall vermieden werden kann. Sobald mehrere Personen dicht beisammen stehen wird das Katana senkrecht gehalten (auch im Obi), damit verhindert wird mit jemandem anderen zusammen zu stossen.

Aufbewahren des Katana
Wird ein Katana nicht gebraucht so wird es auf einem speziellen Ständer (Katana- kake) aufbewahrt. Dieser Ständer kann in der nähe des kamiza oder Schrein stehen. Während des schlafen wurde das Katana oft beim Kopf des Samurai auf einem Ständer platziert. Das Katana wird immer so abgelegt oder auch getragen, das die Schneide nach oben schaut. Damit die Schneide nie belastet ist und somit schneller stumpf wird. Während des Krieges hielten die Samurai das Schwert ständig so nahe wie irgend möglich.
Das Katana wurde mit nach links zeigende Tsuka (Griff) auf dem Ständer abgelegt. So zeigte er Respekt gegenüber seinen Gästen. In Kriegszeiten wurde die Tsuka nach rechts zeigend auf dem Ständer abgelegt.
Es gibt auch Ständer in denen das Katana senkrecht hingestellt wird. Der Griff sollte dabei nach unten schauen. So kann ein Sitzender Samurai schneller das Schwert ergreifen.

Ausbildung in einem Dojo
Es gibt viele Reglen der Etikette bezüglich des Verhalten in einem Dojo und diese können von Dojo zu Dojo variieren. Beim sitzen im Seiza (formale kniende Sitzhaltung mit unter der Hakama versteckten Füssen) am Anfang und am Ende des Trainings legt man das Katana rechts neben sich. Die Tsuba ist auf Kniehöhe. Die Tsuka schaut nach vorne. Beim verlassen des Dojo geht man hinter den anderen vorbei, nicht vorne durch. Es wird auf keinen Fall über das Katana gegangen. Es gibt noch viele Regeln mehr die von jedem Übenden berücksichtigt werden müssen.

Umgang mit dem Katana
Ein Katana sollte immer in der Saya bleiben. Das Schwert sollte nur gezogen werden, wenn ein Feind getötet werden musste. Das ziehen des Katana galt als Provokation und Aufforderung zum Kampf. Schon nur das berühren der Tsuka in Gegenwart eines anderen Samurai oder die Frage ob man das Katana des anderen anschauen dürfe galt als Aufforderung zum Kampf.

Artikel von Samurai-Shop.ch

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>